28.08.25

Heizungswasser-magazin

Heizungswasser vor der Heizsaison

Warum die Wasserqualität entscheidend ist

Mit dem Ende des Sommers beginnt in vielen Gebäuden die Vorbereitung auf die kommende Heizperiode. Neben Wartung, Entlüftung und Anlagenprüfung gehört ein oft unterschätzter Aspekt zur optimalen Vorbereitung: die Qualität des Heizungswassers. Dabei handelt es sich nicht nur um ein Füllmedium – sondern um einen funktionellen Systembestandteil, der direkt über Effizienz, Lebensdauer und Störanfälligkeit der Heiztechnik entscheidet.

Was ist Heizungswasser und warum muss es aufbereitet werden?

Heizungswasser ist das Medium, das in geschlossenen Heizsystemen die Wärme vom Wärmeerzeuger (z. B. Gasbrennwertgerät oder Wärmepumpe) zu den Verbrauchern (Heizkörper, Fußbodenheizung) transportiert. Unbehandeltes Leitungswasser enthält jedoch gelöste Salze, Gase und Mineralien, die langfristig zu Kalkablagerungen, Korrosion, Verschlammung oder Gasbildung führen können.

Diese Effekte beeinträchtigen die Wärmeübertragung, führen zu erhöhtem Energieverbrauch und können teure Reparaturen verursachen. Um das zu vermeiden, geben technische Regelwerke wie die VDI-Richtlinie 2035 klare Vorgaben zur Zusammensetzung und Aufbereitung des Heizungswassers.

Technische Anforderungen laut VDI 2035

Die VDI 2035 Blatt 1 und 2 definiert, welche Grenzwerte das Heizungswasser in geschlossenen Systemen einhalten muss, um Schäden zu vermeiden:

  • Elektrische Leitfähigkeit: < 100 μS/cm (je nach Material und Systemgröße)
  • pH-Wert: meist zwischen 8,2 und 10
  • Härtebildner (Calcium, Magnesium): möglichst nicht nachweisbar
  • Kein freier Sauerstoff: zur Vermeidung von Korrosion
  • Keine problematischen Additive: wie Nitrite, Phosphate oder sekundäre Amine

Ein normgerechtes Heizungswasser muss nicht nur kalkfrei sein, sondern auch mit einem stabilen pH-Wert ausgestattet und frei von Stoffen sein, die Korrosion oder Belagsbildung fördern. Insbesondere bei Anlagen mit Aluminiumbauteilen – etwa in Brennwertgeräten – ist auf eine besonders niedrige Leitfähigkeit zu achten.

Welche Schäden verursacht ungeeignetes Heizungswasser?

Werden die oben genannten Grenzwerte nicht eingehalten, kann es im Heizsystem zu einer Reihe von Problemen kommen:

  • Kalkablagerungen an Wärmetauschern und Heizflächen
  • Korrosion an Stahl-, Kupfer- oder Aluminiumbauteilen
  • Schlammbildung durch Materialzersetzung
  • Blockierte Ventile oder Umwälzpumpen
  • Erhöhter Energieverbrauch durch schlechte Wärmeübertragung

Gerade in Mischinstallationen mit verschiedenen Metallen sind kontrollierte Wasserparameter der entscheidende Faktor für langfristige Betriebssicherheit.

Warum jetzt der richtige Zeitpunkt ist

Der Spätsommer ist die ideale Zeit, um die Heizungsanlage auf die bevorstehende Heizperiode vorzubereiten. Wartungsarbeiten, Prüfungen und gegebenenfalls das Auffüllen oder Erneuern des Heizungswassers lassen sich jetzt mit minimalem Aufwand umsetzen – bevor die Heizlast im Herbst steigt.

FAQ – Häufige Fragen zu Heizungswasser nach VDI 2035

Was bedeutet VDI 2035 genau?

Die VDI 2035 ist eine technische Richtlinie des Vereins Deutscher Ingenieure. Sie legt die Anforderungen an die Beschaffenheit von Heizungswasser in geschlossenen wasserführenden Systemen fest. Ziel ist es, Schäden durch Steinbildung (Blatt 1) und Korrosion (Blatt 2) zu vermeiden.

Warum ist die elektrische Leitfähigkeit so wichtig?

Die Leitfähigkeit gibt an, wie viele gelöste Salze und Ionen im Wasser enthalten sind. Eine hohe Leitfähigkeit erhöht das Korrosionsrisiko, insbesondere bei Kontakt unterschiedlicher Metalle. Werte unter 100 μS/cm gelten in vielen Anlagen als Richtwert.

Ist normgerechtes Heizungswasser für jede Anlage geeignet?

Ja, grundsätzlich kann aufbereitetes Heizungswasser in allen modernen Heizsystemen eingesetzt werden – insbesondere dort, wo Werkstoffe wie Kupfer, Stahl, Aluminium oder Messing verbaut sind. Bei älteren Anlagen sollte geprüft werden, ob Umstellungen (z. B. von hartem Leitungswasser auf VE-Wasser) technisch sinnvoll sind.

Wie lange ist aufbereitetes Heizungswasser haltbar?

Bei fachgerechter Lagerung (luftdicht, frostfrei) ist Heizungswasser mit Inhibitoren über längere Zeit stabil. Wichtig ist, es vor Licht, Luftsauerstoff und Verunreinigung zu schützen – etwa in original verschlossenen Gebinden bei 5–30 °C.

Wie kann man Heizungswasser nach VDI 2035 kaufen?

Im Fachhandel und im spezialisierten B2B-Onlineshop erhalten Sie Heizungswasser in gebrauchsfertiger Form, abgestimmt auf die Anforderungen moderner Heizungssysteme – mit geprüften Parametern und in passenden Gebindegrößen.

JOQORA Heizungswasser nach VDI 2035

JOQORA bietet ein Heizungswasser auf Basis von demineralisiertem Wasser mit umweltfreundlichem Korrosionsschutzinhibitor – gebrauchsfertig für die Erstbefüllung oder Nachspeisung von Heizungsanlagen gemäß VDI 2035.

  • Aussehen: farblos, klar
  • Brechungsindex (20 °C): 1,32 – 1,34
  • Dichte (20 °C): 0,990 – 1,015 g/cm³ (DIN 51757)
  • Elektrische Leitfähigkeit: < 100 μS/cm
  • pH-Wert: > 8,1 (nach ASTM D 1287)
  • Zusammensetzung: frei von Nitrit, Phosphat und sekundären Aminen
  • Eigenschaften: biologisch abbaubar, für alle gängigen Metalle geeignet (z. B. Kupfer, Stahl, Messing, Aluminium)

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